„Helmets Off“, das erste Album von The Hobknobs, erscheint am 24. Juli. Die Band veröffentlicht das Album in Eigenregie, wobei eine spezielle Ausgabe für den nordamerikanischen Markt über das Label 12XU herausgebracht wird.
„Helmets Off“ lässt sich als ehrlicher Versuch beschreiben, Aufrichtigkeit zu zeigen. Auch wenn im Entstehungsprozess alle Möglichkeiten offenstehen, bleibt das Endergebnis oft reduziert. Instrumente setzen erst ein, wenn sie wirklich gebraucht werden – doch die Songs kommen scheinbar mit sehr wenig aus. Jedes Wort und jeder Gitarrenanschlag wirken so, als wären sie genau im richtigen Moment platziert. Vielleicht ist es gerade diese Schlichtheit der Songs, die das Gefühl vermittelt, als würden The Hobknobs direkt zum Hörer sprechen. Es ist offensichtlich, dass sie nichts zulassen wollen, was diese menschliche Interaktion trüben könnte – eine Interaktion, die zudem eine gewisse Verspieltheit ausstrahlt.
Yaël Dekker – die man auch als Sängerin von The Klittens kennt – und Arie van Vliet, der seine Botschaften einst mit der Band Lewsberg verbreitete, wurden einmal als liebevolle Misanthropen bezeichnet. Beim Hören von „Helmets Off“ erscheint diese Beschreibung ziemlich treffend. Ein tröstlicher Song wie „The Mind“ wirkt eindringlich. In „Dictionary“ scheinen selbst Worte ihre Bedeutung verloren zu haben. Lieder, die zunächst fröhlich und naiv wirken, entpuppen sich beim zweiten Hinhören als eindringliche Appelle. Und ist „Enarmoured“ ein Protestsong, der den Krieg befürwortet? Welchen Krieg wollen sie führen?
Die Stimmen von Dekker und Van Vliet scheinen bestens miteinander zu harmonieren – auf eine Weise, die die Songs auf „Helmets Off“ über ihre trügerische Schlichtheit hinaushebt. Im Zusammenspiel mit der minimalistischen Produktion von Jaap van der Velde trifft das Album genau den richtigen Punkt zwischen „sofort vertraut“ und „niemand sonst klingt auch nur annähernd so“.
„The Hobknobs erschaffen zerbrechliche, minimalistische Songs mit einer surrealen, philosophischen Note. ‚Dictionary‘ klingt wie die Bleistiftskizze eines Velvet-Underground-Songs: höhenreiche, strahlende Gitarren und ein lässig geschütteltes Tamburin als einzige Perkussion.“ – Aquarium Drunkard
