Zum ersten Mal haben Long Distance Calling ihre Fans vier Jahre auf ein neues Album warten lassen. Wer nun glaubt, „The Phantom Void“ müsse deshalb überfrachtet und vollgestopft sein – schließlich müssen die vielen Ideen ja irgendwohin –, der irrt gewaltig.
Ganz im Gegenteil: Auf seinem neunten Studioalbum klingt das Quartett aus Münster so fokussiert und kompakt wie nie zuvor. Dabei waren die beiden Vorgänger mit ihren durchdachten Konzepten ebenfalls ein großer Erfolg und erreichten jeweils die Top 10 der Charts. Dennoch wählen Long Distance Calling für „The Phantom Void“ einen neuen Weg – und werden dafür belohnt.
Die sieben neuen Songs durchzieht eine durchgängig düstere Atmosphäre, wie sie nur wenige Bands erzeugen können. Die instrumentalen Stücke nehmen sich Zeit, Schicht für Schicht das finale Klangbild zu formen. Gleichzeitig bringt das vierköpfige Ensemble im 20. Jahr seines Bestehens die Erfahrung mit, das Ziel jeder Komposition stets klar im Blick zu behalten. Die verstärkten elektronischen Einflüsse und einzelne Sprachsamples fügen sich dabei harmonisch in den Gesamtsound ein. Im Mittelpunkt stehen jedoch die mitreißenden Songs selbst.
„The Phantom Void“ zeigt Long Distance Calling auf dem kreativen Höhepunkt ihres Schaffens: instrumental, imposant, kurzweilig – und dennoch voller Tiefe. Eines der fokussiertesten und stärksten Werke ihrer Karriere.
Long Distance Calling
The Phantom Void
